Wohnen und Leben in Rinteln

Eine Wohnung ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist das Zuhause.

Das Zuhause soll Geborgenheit, Rückzugsmöglichkeit, Behaglichkeit und Platz zur Entfaltung für alle Bewohner*innen bieten. Auch die Umgebung einer Wohnung trägt dazu bei, dass sich Menschen wohlfühlen, dass sie gut und gesund leben können – oder eben auch nicht.

Zum Wohnen gehören die Mobilität, die Kita und die Schule, Vereine, die Grünflächen, Läden, Kultur und die Gesundheitsversorgung immer dazu.
Klein-, Mittelstädte und Dörfer haben zur Zeit mit Leerstand, Rückbau und demographischen Herausforderungen zu kämpfen.

Die große Vielfalt unserer Gesellschaft geht mit unterschiedlichen Bedarfen an Wohnraum und Wohnumfeld einher. Die klassischen Miet- und Eigentumsmodelle sind allgemein zwar vorherrschend, aber es gibt immer mehr Aktivitäten im genossenschaftlichen Bereich, wo Menschen das Wohnen mit einem bestimmten Anspruch verbinden wollen: seien es Wohngemeinschaften älterer Menschen, gemeinsames Wohnen von Jung und Alt und vieles mehr.

Hier übernehmen Personen nicht nur eine Wohnung, sondern auch Verantwortung für die Gemeinschaft und das gute Zusammenleben in der Stadt und auf dem Dorf. Die Wohnungspolitik muss diesen neuen Ansprüchen und gesellschaftlichen Veränderung Rechnung tragen.

In Rinteln gibt es zum Beispiel die Wohninitiative Rinteln e.V. .

Eine Wohnung ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist das Zuhause.

Wir Grüne möchten bezahlbaren Wohnraum, Stadt- und Dorfentwicklung fördern und dafür Elemente wie mehr Grün in der Stadt, soziale Treffpunkte und aktive Ortskerne besser mit der Wohnungsbauplanung vernetzen. Dazu gehören auch attraktivere Grünflächen, Spielplätze, Kunst im öffentlichen Raum oder beispielsweise neu angelegte Gemeinschaftsgärten, Gemeinschaftsplätze und vieles mehr.

Uns ist bewusst, dass nicht jede Versiegelung durch die gleiche Fläche Grün ausgeglichen werden kann. Es ist aber möglich, mit einem integrierten Ansatz die ökologische Qualität durch Baumpflanzungen, Biotope, Gründächer usw. deutlich zu verbessern.

Der Denkmalschutz hat eine große Bedeutung in Rinteln. Leider sind in den letzten Jahren viele stadtbildprägende Fachwerkhäuser aus dem Stadtbild verschwunden und durch Neubauten ersetzt worden. Mit dem Erhalt der Denkmäler wird der Charakter von Rinteln und die touristische Attraktivität erhalten und erhöht. In Rinteln setzen sich Ehrenamtliche für diese Denkmäler ein. Besuchen sie doch einmal die Internetseite des Arbeitskreises Denkmalschutz e.V.. In den nächsten Jahren wird die Neugestaltung des Kollegienplatzes das Rintelner Stadtbild verändern. Diese Fläche ist ein kleines Quartier innerhalb der Stadt. Dort sollte aus unserer Sicht auch neuer, bezahlbarer Wohnraum entstehen. Einen Nahversorger auf diesem Gelände ist unserer Meinung kontraproduktiv

Bei der Schaffung neues Wohnraumes spielt auch die Nachverdichtung eine große Rolle. Nachverdichtung bedeutet das Schließen von Baulücken, Aufstockung von vorhandenen Bauten (z.B. Dachgeschoßausbau), sowie die Hinterlandbebauung (z.B. in der freien Fläche von langen Grundstücken).

Auch Häuser können Bio. Es braucht nicht immer Zement und Styropordämmung. Es geht dabei um Gebäude, die nicht CO₂ freisetzen, sondern vielmehr CO₂ binden. Im besten Falle bestehen diese aus nachwachsenden Bau- und Dämmstoffen, die ökologisch produziert sind. Ein solches Gebäude ist gut für das Klima und fördert die Wohngesundheit. Alle Politiker*innen der Stadt Rinteln und auch wir müssen uns folgende Frage stellen: Wie nachhaltig bauen wir aktuell?

Den von der SPD-Ratsfraktion Rinteln gestellten Antrag für die Erstellung eines Wohnraumkonzeptes unterstützen wir.