Bienenfreundliches Rinteln


„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr“. (Albert Einstein)

Bienenschutz – Rinteln kann viel für die Bienen tun

Bienen sind wichtige Nützlinge im Garten und für die Landwirtschaft. In Europa sind etwa 150 verschiedene Nutzpflanzen und rund 80 % der Wildpflanzen abhängig von der Bestäubung durch Insekten. Sie erbringen dadurch einen enormen ökologischen und ökonomischen Nutzen. Bienen und andere Bestäubungsinsekten spielen eine entscheidende Rolle im Ökosystem. 90 % der Pflanzenarten müssen durch Insekten bestäubt werden und ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion ist von Bienen und anderen Insekten abhängig. Wir haben im August 2017 einen Antrag an die Stadt Rinteln gestellt, der ohne Gegenstimmen im September 2017 beschlossen wurde

Die Stadt Rinteln wird daher einen „Aktionsplan bienenfreundliches Rinteln“ erstellen, um die Lebensbedingungen für Bienen und andere Insekten im Stadtgebietm zu verbessern. Dieser beinhaltet:

  • Extensive Pflege und Bewirtschaftung der in kommunaler Hand befindlichen Flächen, Einrichtung von Magerwiesen und das Ausbringen von heimischen Wildblumenmischungen.
  • Angepasste Mahd von Wiesen, Straßenrändern und Grünflächen an die Bedürfnisse von blütenbesuchenden Insekten. Mit den Straßenbaulastträgern nicht stadteigener Straßen sind entsprechende Gespräche zu führen.
  • Anlage blühender Wildblumenwiesen anstelle von eintönigen, artenarmen Rasenflächen zum Beispiel im Blumenwall rund um den „stürmenden Jäger“.
  • Bienenfreundliche Anpflanzungen auf städtischen Flächen unter Verwendung einheimischer und standortgerechter Pflanzen sowie entsprechendem Saatgut – insbesondere die Anpflanzung von Bienenweidemischungen und -gehölzen sowie Bäumen, mit dem Ziel einer durchgehenden Nektar- und Pollenversorgung, z.B. auf Verkehrsinseln, Straßenrändern, Ausgleichsflächen, am Weserradweg etc., so dass ein kontinuierliches, artenreiches Angebot an Blühpflanzen vorhanden ist.
  • Verzicht des Einsatzes von Insektiziden und Pestiziden auf den in kommunaler Hand befindlichen Flächen.
  • Angebot von Standplätzen für die Aufstellung von Bienenvölkern für örtliche Imker.
  • Die Schaffung von Nistmöglichkeiten für Wildinsekten (Insektenhotels oder Sandhaufen auf geeigneten Flächen).
  • In Absprache mit den örtlichen Imkern oder Imkerverein die Aufstellung von Schaubühnenkästen an Schulen und Kindergärten, so die Unterstützung der Betreuung dieser Kästen durch örtliche Imker oder Imkervereine gewährleistet ist.
  • Schaffung eines Bienen- und Insektenlehrpfades (erlebnispädagogische Ansätze und touristische Perspektiven).
  • Bildungsangebote zum Thema Bienen und Wildbienen, z.B. Vorträge etc. in Zusammenarbeit mit der VHS.
  • Informationen über bienenfreundliche Gestaltung von Haus- und Kleingärten, entsprechende Pflanzenlisten sowie insbesondere über die Gefährlichkeit von Pestiziden für Bienen auf der Homepage der Stadt.