Öffentliche Räume

Politisch fehlt es in Rinteln, unserer Ansicht nach, an Weitsicht, Zukunftsvertrauen und Visionen. Der Fortschritt einer globalisierten und urbanen Welt scheint vielen Politiker*innen in Rinteln befremdlich zu sein. Globales Denken und lokales Handeln fällt vielen noch schwer.

Straßen dürfen ruhig mehr als reine Transportwege für Kraftfahrzeuge sein. Die Stadtplanung im 20. Jahrhundert wurde stark vom Autoverkehr dominiert. Auch Rinteln ist an vielen Stellen als eine Einladung an Kraftfahrzeuge konzipiert.
Doch der Autoverkehr mit Lärm, Abgasen und Flächenanspruch wirkt nicht einladend und steht einer Kommunikation und Interaktion im Weg.

Hier sehen wir noch Potential in Rinteln. Bereits vorhandene öffentliche Plätze müssen aufgewertet werden, um eine bessere Aufenthaltsqualität aufzuweisen. Rinteln benötigt weitere öffentlich zugängliche Räume und Plätze. Räume für alle Generationen. Ein öffentlicher Raum kann bei einer Menge von gesellschaftlichen Herausforderungen helfen. Um solche Räume zu entwickeln, müssen alle zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass die Stadt Rinteln, die Politik, Architekten, Bürger*innen, Senioren- und Behindertenbeirat zusammen arbeiten müssen. Von Anfang an muß integrierter diskutiert werden.
Denn wenn Gelegenheiten zum Aufenthalt gegeben werden, wirkt sich dieses positiv auf die Alltagskommunikation und Stimmung einer Stadt aus.

Davon profitieren nicht nur die in Rinteln lebenden Bürger*innen, auch der Touristikbereich wird davon profitieren, ebenso die Geschäfte und Läden in Rinteln.

Bestes Beispiel sind die Fußgängerzone und der Markt- und Kirchplatz. Dort trefffen sich die Bürger*innen und tauschen sich aus. Sie klönen am Gemüsestand auf dem Wochenmarkt, oder in einem Geschäft in der Fußgängerzone. Kulturelle Angebote werden gerne angenommen und besucht. Die Stadt lebt.

Der Soziologe Ray Oldenburg unterscheidet Lebensräume in, erste, zweite und dritte Orte. Als „erster Ort“ wird das Zuhause bezeichnet. Der „zweite Ort“ ist der Arbeitsplatz. Der „dritte Raum“ ist ein Ort der Begegnung im öffentlichem Stadtraum. Er bietet die Möglichkeit zu Kommunikation, Dialog und Erlebnis.

Ein idealer „dritter Ort“ in Rinteln

Der Kollegienplatz ist für uns einer dieser idealen „dritten Orte“ in Rinteln. Wenn der Umzug der IGS an die Burgfeldsweide abgeschlossen ist, entstehen Platz und Räume. In Workshops konnten Bürger*innen Ihre Ideen und Vorschläge einbringen. Dabei kam heraus, dass der Wunsch nach Begegnung, Kommunikation und gesellschaftlicher Teilhabe im Vordergrund steht. Dort kann und muß ein neuer öffentlicher und kommunikativer Raum geschaffen werden. Dieses wurde bei der Aktion „Rinteln mitgestalten“ deutlich.

Wir werden uns dafür einsetzen.